4. Kölner Verpackungsforum
Köln, 15. März 2010
Unter dem Motto „Verpackungsverwertung im Umbruch“ lud die Reclay Group am 15. März 2010 Kunden und Partner zum 4. Kölner Verpackungsforum, um einen umfassenden Blick auf die Praxis der Umsetzung der fünften Novelle der Verpackungsverordnung zu werfen. Hochkarätige Experten präsentierten die aktuelle Situation aus unterschiedlichen Sichtweisen.
Auf der Agenda standen Erfahrungen und Bewertungen der Vollständigkeitserklärung, die Beurteilung der fünften Novelle durch Bund, Länder, kommunale Vertreter und Dienstleister sowie die Entwicklung im Nachbarland Österreich. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Brauchen wir eine neue Arbeitsteilung zwischen den Kommunen und der mittelständischen Entsorgungswirtschaft?“ rundete die gelungene Veranstaltung ab.

- Von links: Hans-Werner Bartsch, Raffael A. Fruscio
Mit einem Überblick über die aktuelle Branchensituation eröffnete Raffael A. Fruscio, geschäftsführender Gesellschafter der Reclay Group, vor vollbesetzten Reihen das 4. Kölner Verpackungsforum. Der Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch überbrachte die Grüße der Stadt und sprach von der hohen Bedeutung der Verpackungsverordnung, die sich aus Sicht der Städte im Großen und Ganzen bewährt habe.
Dr. Fritz Flanderka, Geschäftsführer der Reclay Group, skizzierte in seinem Auftaktvortrag „Verpackungsverwertung im Umbruch“ die wesentlichen Entwicklungen seit dem Inkrafttreten der fünften Novelle der Verpackungsverordnung und stimmte die Teilnehmer auf die Themen des Tages ein.

- Dr. Armin Rockholz, Gerd-Markus Lohmann, Jürgen Resch (v. o.)
Mit Spannung erwartet wurden die anschließenden Beiträge rund um das Thema Vollständigkeitserklärung. Den Anfang machte Dr. Armin Rockholz mit einem Erfahrungsbericht und einer Bewertung der Vollständigkeitserklärung aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages.
Die Aspekte der Prüfung der Vollständigkeitserklärung durch den Wirtschaftsprüfer erläuterte Gerd-Markus Lohmann, Fides Treuhandgesellschaft KG. Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe präsentierte die Anforderungen an die inhaltliche Prüfung aus der Sichtweise eines Verbraucher- und Umweltschutzverbandes.
Einen Blick auf die Ländersicht ermöglichte Peter Honecker, Umweltministerium Baden-Württemberg, der die Situation des Vollzuges der Verpackungsverordnung in Baden-Württemberg aufzeigte und Probleme und Lösungsvorschläge aufführte.
In die Alpenrepublik führte die Zuhörer die Präsentation von Walter Tanzer, Tanzer Consulting GmbH und Reclay Österreich. Im Rahmen seines Vortrages sprach Walter Tanzer über die Novellierung der Verpackungsverordnung und den aktuellen Stand der Dinge im Bereich der Verpackungsentsorgung in Österreich.
Zum Abschluss des Vortragteils behandelte Andrea Jünemann, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Thema „Vom gelben Sack zur Wertstofftonne – Optimierung der haushaltsnahen Wertstoffsammlung“ und erläuterte die Position des Ministeriums dazu.
Die anschließende Podiumsdiskussion führte die Referenten Andrea Jünemann und Peter Honecker mit Burkhard Landers, bvse, und Jens Lattmann, Deutscher Städtetag, zusammen. Moderiert von Dr. Fritz Flanderka beleuchtete die Runde die Fragestellung nach einer neuen Arbeitsteilung zwischen den Kommunen und der mittelständischen Entsorgungswirtschaft kritisch und setzte mit einer intensiven Diskussion mit dem Publikum einen nochmals sehr anregenden und informativen Schlusspunkt des 4. Kölner Verpackungsforums.
Alle Vorträge als Downloads
- Vollständigkeitserklärungen – Erfahrungen und Bewertung
Dr. Armin Rockholz, Deutscher Industrie- und Handelskammertag - Die Praxis der 5. Novelle aus Sicht eines Bundeslandes –
Probleme und Lösungsvorschläge
Peter Honecker, Umweltministerium Baden-Württemberg - Unterhalb der Bagatellgrenzen (2009):
Prüfbescheinigung zur Vollständigkeitserklärung für den Meldezeitraum 2009 - Oberhalb der Bagatellgrenzen (2009):
Prüfbescheinigung zur Vollständigkeitserklärung für den Meldezeitraum 2009
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